Taekwondo als Leistungssport


 

Ursprünglich als Kampfkunst konzipiert, entwickelte sich Taekwondo vor allem unter dem Einfluss der WTF (World Taekwondo Federation) immer mehr hin zu einer Sportart, die auch (!) auf Hochleistungsniveau betrieben werden kann. Zunächst forcierte die WTF vor allem den Westenkampf und veranstaltete ab 1973 Weltmeisterschaften und andere interkontinentale Turniere. 1988 war Taekwondo in Seoul zum ersten Mal olympische Demonstrationsportart und im Jahr 2000 wurde in Sydney zum ersten Mal um olympisches Edelmetall gekämpft.

Seit her hat sich der Zweikampfbereich stark professionalisiert, die Spitzensportler trainieren teilweise über 30 Stunden pro Woche. Durch die entsprechende öffentliche finanzielle Förderung haben sich auch in Deutschland weitreichende Strukturen entwickelt, die einen frühen Einstieg in das Wettkampfgeschehen und eine entsprechende Förderung der Sportler ab der Vereinsebene ermöglichen. Gerade im Zweikampfbereich werden durch das intensive Training nicht nur technische und taktische Fähigkeiten herangebildet sondern auch die Kondition und die Koordination stark entwickelt .

 

Leistungssport

 

Nachdem sich der Taekwondowestenkampf mittlerweile als Spitzensport weltweit etabliert hat, begann die WTF auch den Formenbereich zu fördern. 2006 wurde die erste Weltmeisterschaft Poomsae veranstaltet. Mit der Einführung der Weltmeisterschaften haben sich auch im Formenbereich die Anforderungskriterien an die Sportler stark verändert. Die Präsentation der Formen erfordert neben den körperlichen Fähigkeiten mittlerweile auch ein sehr hohes Vermögen an Exaktheit und Koordination. Auch im Formenbereich ist eine langfristige Entwicklung und intensive Vorbereitung auf die Wettkämpfe erforderlich.

Egal für welchen Bereich man sich im Laufe seiner Taekwondolaufbahn einmal entscheidet, das Ausüben einer Sportart auf leistungsbezogener Ebene hat neben den Anstrengungen und Entbehrungen auch viele positive Auswirkungen auf die Sportler:

 

  • die jungen Sportler und Sportlerinnen lernen Ziele konsequent zu verfolgen,
  • sie lernen sich auch durch Rückschläge nicht entmutigen zu lassen,
  • sie lernen mit Sieg und Niederlage umzugehen,
  • sie lernen auf ihren Körper zu hören und verantwortungsvoll mit ihm umzugehen,
  • sie knüpfen mit den Teamkameraden, aber teilweise auch mit den Konkurrenten intensive soziale Kontakte

 

Hinweis: Bei uns wird trotz aller notwendigen Spezialisierung stets darauf geachtet, dass die Sportler eine solide Grundausbildung erhalten und die gesamte Bandbreite des Taekwondo trainieren!

 

JoomSpirit